Der erster Sud

Wir habe uns vom BHBS (Bayrischer Heim Brau Service) das Set 1 - Grundausstattung für 10 Liter Weißbier incl. 5 l. Fässer 

Inhalt:
- 2 Fässer a 5 l. incl. 2 Stopfen
- 1 Trichter
- 1 Thermometer
- 1 Filtersack

und dazu das Set 4 - Rohstoffe (Fassabfüllung)

Inhalt:
- Hefe (Verpackt in einem kleinen Fläschchen)
- Hopfen
- Malzschrot
- Brauanleitung mit Bilder
- 2 Stopfen (zum Verschluss der 5 l. Fässer)

bestellt.

Zusätzlich haben wir uns noch einen großen Plastikeimer mit 20 l Fassungsvermögen und Deckel zugelegt.

Ende Juni 2003 ging's zum ersten mal richtig los - der erster Sud!

Von Katerchens Schwägerin haben wir uns einen "Glühweintopf" mit ca. 30 Liter Inhalt und 1,8 KW Heizleistung ausgeliehen.

Na war doch eigentlich gar nicht so schlimm.
Als nächste machten wir uns an das Filtern (ich glaube unter Profis heißt das Abläutern) des Sudes.
Denn Filtersack in den Plastikeimer gestülpt und den Topfinhalt in den Sack gefüllt.

Ja was ist das denn? Auf der kleinen Heizplatte im Glühweintopf hat sich der Malzschrot eingebrannt.
Katerchen hat sofort eine Säuberungsaktion gestartet und den Topf gereinigt.
Ob das einbrennen des Malzschrotes dem ganzen geschadet hat? Na man wir sehen.

Die Wartezeit von ca. 10 Minuten haben wir durch die Säuberungsaktion des Glühweintopfes etwas überschritten.
Nun haben wir den Filtersack langsam aus dem Eimer gezogen.
Katerchen hat dann den Filtersack noch kurz ausgepreßt, während ich in über den Eimer gehalten habe.

Den Eimerinhalt haben wir dann in den gereinigten Glühweintopf geschüttet und zum kochen gebracht.
Nach 20 Minuten Kochzeit haben wir den Hopfen dazugegeben und dann weiter 60 Minuten mit geschlossenem Deckel gekocht.
Nach dem Kochen haben wir das ganze ca. 10 Minuten absetzen lassen und dann das 300 ml Fläschchen befüllt.
Laut Brauanleitung brauchen wir das in ein paar Tagen für die Nachgärung.

Den Rest haben wir in den Plastikeimer umgefüllt und mit dem Deckel verschlossen.
Am nächsten Morgen haben wir dann in den abgekühlten Eimerinhalt umgerührt und die Hefe dazugegeben.
Das ganze blieb nun bei Raumtemperatur 4 Tage mit verschlossenem Deckel stehen.

Nach 4 Tagen haben wir den Inhalt des abgefüllten Fläschchens dazugegeben und sorgfältig umgerührt.
Schaut eigentlich ganz gut aus die Brühe, hat zumindest schon mal die Farbe von Hefeweizenbier.
Das ganze haben wir nun in die 2 Dosen abgefüllt und mit den Stopfen luftdicht abgeschlossen.
Einen Rest ca. 1 Liter haben wir in eine 1,5 Liter Flasche gefüllt und verschlossen.
Das ganze haben wir dann 1 Woche bei Raumtemperatur stehen lassen.

3 Tage vor der Feier haben wir die Fässer und die Flasche in den Kühlschrank gestellt.

Am Morgen der Feier wollten wir es dann genau wissen - wir machten eine Bierprobe mit der Flasche.
Mhm, schmeckt doch gar nicht so schlecht unser erstes selbst gebrautes Hefeweizen.
Na ja, einen leichten rauchigen Geschmack (kommt wohl vom eingebranntem Malzschrot) hat es schon.
Aber sonst - wir sind gespannt was unsere Gäste dazu sagen werden.

Am Abend auf der Feier haben wir dann die erste Dose angezapft und ausgeschenkt.
Allen hat das Bier geschmeckt und im nu wurde schon die zweite Dose in Angriff genommen.
Ein verspäteter Gast (ca. 30 Minuten) hat gerade noch eine Halbe aus der zweiten Dose erwischt.

Fazit: Unser erstes selbst gebrautes Hefeweizen, ein voller Erfolg.

Vor dem nächsten Sud, haben wir uns einen großen Einwecktopf besorgt und kochen unseren Sud nun darin auf dem Herd.

In der Zwischenzeit haben wir schon einige Sude hinter uns.
Es ist auch nichts mehr angebrannt und
das Hefeweizen hat seinen rauchigen Geschmack verloren.